Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGBs) zum Dienstleistungsvertrag

§ 1 Anwendungsbereich

WDSL-Oberlausitz bietet verschiedene Telekommunikationsdienstleistungen als Provider an. Diese AGB gelten zwischen WDSL-Oberlausitz und dem Kunden für alle zukünftigen Vereinbarungen, die der Kunde mit WDSL-Oberlausitz abschließt. Diese AGB finden auf alle Verträge von WDSL-Oberlausitz Anwendung.



§ 2 Vertragsgegenstand

Gegenstand des Vertrages ergibt sich aus diesen AGB und aus den Regelungen in den Leistungsbeschreibungen sowie Preislisten. Auf der Grundlage des Telekommunikationsgesetzes (TKG) kann der Kunde die Bereitstellung

  1. a) eines Internetzuganges und/oder
  2. b) eines VoIP-Accounts

von WDSL-Oberlausitz erhalten.

 

Spätestens mit der erstmaligen Nutzung der Dienste von WDSL-Oberlausitz akzeptiert der Kunde diese AGB einschließlich der weiteren Bestandteile des Vertrages mit WDSL-Oberlausitz.



§ 3 Leistungen und Rechte von WDSL-Oberlausitz

WDSL-Oberlausitz bietet dem Kunden in ausgewählten Gebieten einen Internetzugang bzw. einen Zugang zu bestehenden Kommunikations- Infrastruktur an. Der Umfang der vertraglichen Leistungen ergibt sich aus dem Vertrag in Verbindung mit der entsprechenden Leistungsbeschreibung und der Preisliste. Diese können auf der Internetseite www.wdsl-ol.de abgerufen werden.

 

WDSL-Oberlausitz erbringt die Dienstleistungen im Rahmen der ihm zur Verfügung stehenden unter­nehmerischen Ressourcen und nach dem aktuellen Stand der Technik. WDSL-Oberlausitz kann Dritte zur Leistungserbringung beiziehen.

 

WDSL-Oberlausitz informiert die Kunden, soweit möglich, über Betriebsunterbrechungen, die zur Behebung von Störungen, Wartungsarbeiten, Einführung neuer Techno­lo­gien usw. notwendig sind. WDSL-Oberlausitz bemüht sich, Unterbrechungen kurz zu halten und sie in die ver­kehrs­arme Zeit zu legen. WDSL-Oberlausitz kann jedoch kei­ne Gewähr für ununterbrochene und korrekte Erbrin­gung der Dienstleistungen übernehmen, insbeson­dere wenn Unterbrechungen auf übergeordneten Netzen und Zu­gän­gen eintreten.

 

Die Dienstleistungen stehen dem Kun­den grundsätzlich 24 Stunden pro Tag und 7 Tage die Woche zur Verfügung. Die mittlere Verfügbarkeit liegt bei 95 % im Jahresdurchschnitt.

 

WDSL-Oberlausitz führt Maßnahmen zur Behebung von Störungen und mangelhaften Dienstleistungen innerhalb der üblichen Arbeitszeit durch, wenn nicht Umstände, die WDSL-Oberlausitz nicht beeinflussen kann, deren Behebung behindern. Als übliche Arbeitszeiten gelten die Wochentage Montag bis Freitag 8:00 bis 18:00 Uhr, mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage.

 

Der Kunde trägt die Kosten für das Eingrenzen und Be­he­ben von Störungen durch WDSL-Oberlausitz, wenn der Kun­de die Untersuchung verlangt hat und die Ursache der Störung auf Mängel oder Fehler bei der Handhabung der vom Kunden benutzten Ausrüstung zurückzuführen ist. WDSL-Oberlausitz übernimmt keine Kosten für Support durch Dritte.

 

Für allgemeine Fragen im Zusammenhang mit Verträgen, Rechnungsstellung etc. steht WDSL-Oberlausitz während der üblichen Geschäftszeiten zur Verfügung.

 

WDSL-Oberlausitz behält sich das Recht vor, die Dienstleistungen jederzeit zu erweitern, einzuschränken oder die Geschäftsbedingungen anzupassen, falls dies aus sachlichen Gründen nötig ist. Änderungen der Dienstleistung treten mit der Information des Kunden per Brief, E-Mail oder durch geeignetes anderes Mittel in Kraft und werden auf der Internetseite von WDSL-Oberlausitz (www.wdsl-ol.de) veröffentlicht. Der Kunde stimmt der je­weils geltenden Fassung durch den Gebrauch der Dienst­leistung zu.

 

Wird WDSL-Oberlausitz von einer zuständigen Behörde (z. B. Staatsanwaltschaft) die rechtswidrige Benutzung der Dienstleistung gemeldet oder ist eine solche Benutzung offensichtlich, kann WDSL-Oberlausitz den Kunden zur vertragsgemäßen Benutzung anhalten, die Dienstleistung aussetzen und/oder den Vertrag frist- und entschädigungslos auflösen. WDSL-Oberlausitz kann die gleichen Maßnahmen treffen, wenn der Kunde Vertrags­bestimmungen missachtet.

 

Der Internetzugang kann jederzeit aus technischen oder anderen Gründen abgeschaltet werden.

 

WDSL-Oberlausitz übernimmt keine Garantie, dass die Nutzung der Dienstleistung mit allen Endgeräten und Einstellungen möglich ist.



§ 4 Pflichten des Kunden

Der Kunde ist für die Informationen (Sprache, Bilder, Klänge, andere Daten) verantwortlich, die er und die mit ihm kommunizierenden Dritten durch WDSL-Oberlausitz übermitteln oder bearbeiten lassen oder zum Abruf bereithalten. Rechtswidrige Informationen (insbesondere Gewaltdarstellungen, Pornografie, Diskriminierung, Auf­rufe zu Gewalt oder zu Straftaten, Glücksspiele, Verlet­zung von Urheberrechten, Markenrechten oder anderen Immaterialgüterrechten, unverlangte Massensendungen etc.) sowie Belästigungen sind untersagt.

 

Der Kunde sorgt dafür, dass die sich in seinem Besitz befindlichen Anlagen und Geräte, welche für die Nutzung des Internetzuganges eingesetzt sind, sowie die hierzu eingesetzten oder über WDSL-Oberlausitz erreichbaren Daten inkl. Programme vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Er trifft Maßnahmen gegen unerlaubte Eingriffe in fremde Systeme und gegen die Verbreitung von Viren. Insbesondere ist der Kunde dafür verantwortlich, dass andere Personen die Benutzer­identifikation und das Pass­wort nicht bekannt gemacht werden und dass Informationen darüber nicht zugänglich sind. Passwörter sind geeignet zu wählen und in unregelmäßigen Abständen zu ändern.

 

Der Kunde erklärt sich einverstanden, dass WDSL-Oberlausitz Informationen an Dritte weitergeben kann, sofern dies für die Erbringung der Dienstleistungen und deren Koordination durch WDSL-Oberlausitz notwendig ist oder auf behördliche Anordnung erfolgt.

 

Der Kunde verpflichtet sich, WDSL-Oberlausitz umge­hend über Mängel, Störungen oder Nicht-Verfügbarkeit von Dienstleistungen oder Anlagen sowie über rechts- oder vertragswidrige Verwendung der Dienstleistungen durch ihn, berechtigte Dritte oder nicht autorisierte Dritte (Hacker) zu informieren.



§ 5 Zustandekommen des Vertrages, Vertragsbeginn. Vertragslaufzeit

Das Zustandekommen des Vertrages bedarf der Schriftform. Dem Kunden werden bei Vertragsabschluss die zu diesem Zeitpunkt gültigen AGB übergeben.

 

Der Vertrag beginnt mit dem Tag der Bereitstellung der Telekommunikationsdienstleistung bzw. der ersten erfolgreichen Nutzung der Telekommunikationsdienstleistung.

 

Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.

 

Die Mindestvertragsdauer beträgt 24 Monate, danach verlängert er sich automatisch um 12 Monate.



§ 6 Entgelte

Die von den Kunden zu bezahlenden Entgelte für Dienst­leistungen und Produkte ergeben sich aus dem Ver­trag, der entsprechenden Leistungsbeschreibung sowie Preisliste.

 

Die Zahlungspflicht beginnt mit der Freischaltung des Anschlusses. Erfolgt die Freischaltung im Laufe eines Monats, werden die Entgelte anteilig berechnet. Im Übrigen werden die Entgelte immer für volle Monate berechnet. Die Zahlungspflicht endet mit Beendigung des Vertrages.

 

WDSL-Oberlausitz behält sich vor, die Preise zu ändern.

 

Verbesserungen des Dienstleistungsangebotes bei Bei­be­hal­tung der Gebühren oder Gebührenreduktionen können von WDSL-Oberlausitz jederzeit vorgenommen werden.



§ 7 Rechnungsstellung und Zahlungsbedingungen

Die vertraglich geschuldeten Entgelte des Kunden zum 1. oder zum 15. des Monats per SEPA-Last­schriftmandat von einem Girokonto des Kunden eingezogen.

 

Die Rechnungen über die monatlichen Entgelte werden dem Kunden per Mail zugestellt. Die Zustellung der Rechnungen in Papierform erfolgt nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden und gegen ein zusätzliches Bearbeitungsentgelt in Höhe von 3,00 EUR pauschal.

 

Sonstige Rechnungen sind nach Rechnungsstellung inner­­halb von 10 Tagen ohne Abzug zu bezahlen.



§ 8 Zahlungsverzug / Sperrung des Anschlusses

Wird der Rechnungsbetrag nicht innerhalb der gesetzten Zahlfrist beglichen oder ist der Rechnungsbetrag mangels Deckung oder durch einen anderen, vom Kunden verschuldeten Grund von WDSL-Oberlausitz nicht einziehbar, so gerät der Kunde in Verzug.

 

Der Kunde verpflichtet sich, bei fehlender Deckung entstehende Rücklastschriftgebühren gemäß Preisliste gegenüber WDSL-Oberlausitz zu entrichten.

 

Bei Zahlungsvertrag ist WDSL-Oberlausitz berechtigt, geeignete Maßnahmen  (z. B. Sperrung des Anschlusses) zur Verhinderung wachsenden Schadens zu treffen. Der Kunde bleibt in diesem Fall verpflichtet, die monatlichen Entgelte zu zahlen und trägt die Kosten für die Sperrung und Entsperrung des Anschlusses entsprechend der Preisliste.

 

Erstreckt sich der Zahlungsverzug über mehr als zwei Monate und hat WDSL-Oberlausitz gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen, ohne eine Zahlung des Kunden zu erwirken, so kann WDSL-Oberlausitz das Vertragsverhältnis fristlos kündigen. In diesem Fall werden dem Kunden im Rahmen der Mindestvertragslaufzeit die noch bestehenden monatlichen Kosten in einer Summe in Rechnung gestellt.

 

Der Kunde kann Forderungen gegenüber WDSL-Ober­lausitz nicht mit Schulden gegenüber WDSL-Oberlausitz verrechnen, es sei denn, die Forderung des Kunden ist unbestritten oder rechtskräftig festgestellt.



§ 9 Gewährleistung

WDSL-Oberlausitz steht gegenüber dem Kunden für die sorgfältige und vertragsgemäße Erbringung seiner Dienst­­leis­tungen ein. WDSL-Oberlausitz übernimmt je­doch keine Haftung für Ausfälle oder Störungen der Dienstleistungen, für Datenverluste oder für allfällige Folgeschäden.

 

Bei andauernder Störung der mit WDSL-Oberlausitz vertraglich vereinbarten Telekommunikationsdienstleistung hat der Kunde das Recht zur sofortigen Kündigung, falls der Kunde WDSL-Oberlausitz diese Störung mit einer angemessenen Frist zur Störungsbeseitigung angezeigt hat und diese erfolglos verstrichen ist.

 

WDSL-Oberlausitz macht ausdrücklich darauf aufmerk­sam, dass die Daten bei der Übertragung nicht geschützt sind. Für allfällig daraus entstehende Folgeschäden lehnt WDSL-Oberlausitz jede Haftung ab.



§ 10 Haftung

Schadensersatzansprüche aus Unmöglichkeit der Leistung, positiver Forderungsverletzung, Verschulden bei Vertragsabschluss und unerlaubter Handlung sind sowohl gegenüber WDSL-Oberlausitz wie auch im Verhältnis zu deren Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen ausgeschlossen, soweit nicht vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln vorliegt.

 

WDSL-Oberlausitz haftet nicht für Schäden, die dadurch entstehen, dass infolge höherer Gewalt oder infolge von Arbeitskämpfen die Leistungen unterbleiben.

 

WDSL-Oberlausitz haftet nicht für entgangenen Gewinn und nicht für indirekte Schäden, unabhängig ob diese beim Kunden oder bei einem Dritten entstehen.

 

WDSL-Oberlausitz haftet nicht für die im Internet angebotenen Inhalte bzw. übermittelten Informationen sowie für Schäden, die aus deren Nutzung resultieren.

 

Die gesetzliche Haftung von WDSL-Oberlausitz wird im Übrigen wie folgt beschränkt:

  • keine Haftung bei leicht fahrlässiger Verletzung nicht wesentlichen Vertragsbestandteilen von WDSL-Oberlausitz,
  • maximal 2.500,00 EUR netto bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragsbestandteile von WDSL-Oberlausitz,
  • maximal 5.000,00 EUR netto bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit durch WDSL-Oberlausitz oder einen Erfüllungsgehilfen.

§ 11 Kündigung

Innerhalb der Mindestvertragslaufzeit (vgl. § 5) ist die Kündigung ausgeschlossen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt hiervon unberührt.

 

Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate zum Laufzeitende.

 

Kündigungen bedürfen der Textform. Zur Wahrung der Frist ist der rechtzeitige Zugang bei WDSL-Oberlausitz maßgebend.



§ 12 Änderungen des Vertrages

Änderungen zu geschlossenen Verträgen mit WDSL-Oberlausitz bedürfen der Schriftform und der Unterzeichnung durch beide Vertragspartner.

 

WDSL-Oberlausitz gibt dem Kunden Änderungen dieser AGB sowie Änderungen in den Leistungsbeschreibungen oder bei den Preisen rechtzeitig bekannt, so dass er den Vertrag mit WDSL-Oberlausitz innerhalb der Kündigungs­frist auflösen kann. Ohne schriftliche Kündigung innerhalb dieser Frist gelten die Änderungen als von den Kunden genehmigt.

 

Bei technischen Änderungen stellt WDSL-Oberlausitz zum Schutz von Investitionen der Kunden sicher, dass diese ihre Einrichtungen noch während einer ange­messenen Übergangsfrist nutzen können.

 

Ein Produktwechsel ist jederzeit auf Beginn des folgenden Monats möglich.

 

WDSL-Oberlausitz kann Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag an einen Dritten übertragen. Die Übertragung des Vertrages an einen Dritten bedarf die vorherige Information und schriftliche Zustimmung des Kunden. Wenn der Kunde nicht innerhalb von vier Wochen der Vertragsübertragung widerspricht, so gilt diese als zugestimmt. WSDL-Oberlausitz verpflichtet sich, den Kunden auf die Bedeutung des Schweigens hinzuweisen. Falls der Kunde der Vertragsübertragung widerspricht, so endet das Vertragsverhältnis zu dem Tag der geplanten Übertragung an einen Dritten.



§ 13 Datenschutz

WDSL-Oberlausitz beachtet beim Umgang mit den Kundendaten die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere das Bundesdatenschutzgesetz.

 

WDSL-Oberlausitz wird die Kundendaten nur insoweit nutzen, als dies für die Abwicklung des Vertrages inklusive des Zahlungsverkehrs erforderlich ist.

 

Soweit sich WDSL-Oberlausitz Dritter zur Erbringung der angebotenen Dienste bedient, ist WDSL-Oberlausitz berechtigt, die Kundendaten offen zu legen, wenn dies für die Sicherstellung des Betriebes erforderlich ist.



§ 14 Schlussbestimmungen

Auf diese AGB von WDSL-Oberlausitz ist ausschließlich deutsches Recht anwendbar.

 

Als Gerichtsstand wird Löbau vereinbart.

 

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder die Wirksamkeit durch einen später eintretenden Umstand verlieren, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Regelungen unberührt. Die Parteien verpflichten sich in einem solchen Fall eine neue Regelung zu finden, die dem ursprünglich gewünschten Ziel am Nächsten kommt.


Strahwalde, 16.09.2017

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